Was Daniel einst mit Gott erfuhr von Manfred Günther Kehrvers: Was Daniel einst mit Gott erfuhr, das kannst du auch erfahren. Bleib' standhaft, treu, vertraue nur, dann wird er dich bewahren. Ein König brach in Daniels Land, den Tempel zu zerstören, stahl Gold und Silber, was er fand, es sollte ihm gehören. Zerschlug das Reich mit Brand und Mord, da half kein Widerstreben, verwüstete den heil'gen Ort, ||: nahm Daniels Freunde mit sich fort, ließ sie allein am Leben.:|| Nach Babel führt er sie hinein, als Sklaven ihm zu dienen, doch niemals waren sie allein, ihr Gott blieb treu bei ihnen. Sie hielten ihres Herrn Gebot, nach ihrer Väter Weise, Gott schützte sie vor Not und Tod ||: und ihre Wangen blieben rot, auch bei geringer Speise.:|| Der König ließ ein Standbild bau'n, von seiner Macht zu zeugen. Es sollten auch, die Gott vertrau'n, vor ihm die Knie beugen. Die Freunde Daniels waren nicht vom wahren Gott zu trennen, ihr "Nein" traf ihn ins Angesicht, ||: den Götzen traf des Herrn Gericht, zu Asche mußt' er brennen.:|| Noch manche Prüfung und Gefahr, hieß sie ihr Gott bestehen: Man brachte sie den Löwen dar, ließ sie ins Feuer gehen. Doch endlich dann nach langer Zeit, war Babels Fall gekommen, zuende waren Angst und Leid, ||: das Reich vom falschen Herrn befreit, die Krone ihm genommen.:||