Predigt und Taufpredigt zum 21. Sonntag nach Trinitatis - 1.11.1998 Textlesung: Eph. 6, 10 - 17 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und an den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 1. Predigt: Liebe Gemeinde! Das sind Verse! Gewaltig, groß, wichtig...und schön sind sie auch! Bei mir sind sie nun noch zusammengekommen mit einem Wort, das ich in diesen Tagen in meinem Sprüche-Kalender gelesen habe, und das mich sehr beeindruckt hat und mir sehr treffend erscheint. Es ist ein Wort des großen Pädagogen Fröbel: "Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts." Mit dem Hintergrund dieses Wortes und den Versen der Bibel, die wir gerade gehört haben, hat mich die Frage beschäftigt, wie kommt ein Mensch eigentlich dazu, sich mit alledem zu versehen, was hier mit der "Rüstung Gottes" gemeint ist? Wenn er etwa den "Schild des Glaubens" ergreift..., warum tut er das. Warum kann er das? Und warum kann es ein anderer nicht, ein Leben lang nicht? Spielt da nicht eben alles, was wir "Erziehung" nennen, eine entscheidende Rolle? Werden da nicht von den Eltern und Erziehern mit "Beispiel und Liebe" Weichen gestellt; im Bild gesprochen: Wird so ein kleiner Mensch nicht in seiner Kindheit und Jugend schon dazu vorbereitet, daß er einmal Gottes Waffen ergreift - oder aber verachtet? Sollen da nicht die Elternhäuser, die Taufpaten, die Schulen, die Kirche und alle, die erziehen, gemeinsam versuchen, daß da am Ende ein Mensch herauskommt, der Gottes Waffenrüstung trägt? - Ich glaube schon! "So steht nun fest an euren Lenden umgürtet mit Wahrheit..." Ob so ein Mensch "Wahrheit" nicht, wenn er noch klein ist, Zuhause lernen muß? Ob er das nicht schon sehr früh an seinen Eltern abliest, was das ist: wahrhaftig sein? Da kann so ein Kind vielleicht noch nicht einmal laufen, da spürt es doch schon: Wenn meine Mama "Nein" sagt, dann ist das Nein! Und es ist besser, wenn ich mich daran halte, weil mir sonst Gefahr droht, weil ich mir sonst wehtue... Und es wird vielleicht auch schon empfinden können, wenn so ein "Nein" nicht ernstzunehmen ist, wenn es nur aus Bequemlichkeit gesprochen wird oder nur unüberlegt. So ein "Nein" kann der erste Schritt dazu sein, "sich mit der Wahrheit zu umgürten". Etwas später macht das Kind Erfahrungen mit dem "Ja". Wenn meine Eltern ja sagen, dann werden sie hinterher nicht umfallen. Ja heißt ja und versprochen ist versprochen. Jetzt hat so ein Kind das Vertrauen in zwei wichtige Wörter gelernt. Zwei entscheidenden Schritte sind schon getan; es wird einmal den "Gürtel der Wahrheit" anziehen; es wird wahrhaftig sein können, weil es Wahrhaftigkeit gezeigt bekommen hat. "...und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit...", heißt es weiter. Auch das fängt sehr früh an. Das kann ein Kind vielleicht noch nicht aussprechen - aber doch fühlen: Meine Mutter sieht, wenn ich mich anstrenge. Sie lobt mich, wenn mir etwas gelingt. Sie versteht, wenn etwas noch zu schwer ist; sie fordert nichts, was ich halt noch nicht kann. Und mein Vater hält es genauso: Das Lob ist bei ihm das Mittel, mich zu führen und zu erziehen. Und wenn wirklich einmal geschimpft wird, dann weiß ich, warum. Dann habe ich meine Grenzen überschritten, dann mußte der Tadel sein. Aber das bleibt immer die Ausnahme. Und die Eltern sind auch wieder gut, wenn einmal harte Worte nötig waren. - Jetzt wird dem Kind einmal der "Panzer der Gerechtigkeit" passen. "...an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens..." Ja, der Friede... Der ist wie die Atmosphäre eines Hauses, wie der gute Geist einer Familie. Eigentlich alles, was so ein Kind Zuhause erfährt, hat damit zu tun - oder es bereitet den Unfrieden vor. Wenn die Türen geschlagen werden, wenn immer der recht bekommt, der am lautesten schreit, wenn Konflikte nicht nur mit Worten ausgetragen werden, wenn es noch andere Mittel gibt, als die besseren Argumente... dann wird kein Friede in so ein kleines Herz einziehen können und der erwachsene Mensch wird den "Frieden" nie gelernt haben. Und gerade hier sehen wir auch die viel größeren Beziehungen, in denen wir stehen: Das weist doch weit hinaus über die Familie, über das Zuhause eines Kindes! Wie soll denn einer dem Frieden in der Gesellschaft und der Welt dienen können, wenn er im Elternhaus schon keinen erlebt hat? - Welche Verantwortung haben wir Eltern und Erzieher! "Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens..." Was für ein schönes Bild für sich selbst: "Schild des Glaubens". Ich mußte da an ein noch kleines Kind denken, wenn wir es abends zu Bett bringen, wenn wir mit ihm beten, wenn es dabei wie von selbst begreift: Da gibt es eine Macht in dieser Welt, die ist viel größer als Papa und Mama, der befehlen mich meine Eltern an, der vertrauen sie, von der möchten sie für sich und für mich Segen und Geleit... Das ist doch wirklich wie ein Schild für das Kind, unter den es sich verkriechen kann, unter dem es geborgen ist und sich nicht ängstigen muß. Und dann erst die Geschichten von Jesus, wenn wir Erwachsene sie nicht in uns verschließen, sondern sie unseren Kindern oder Enkeln auch weitererzählen! Was geht von diesen guten Geschichten aus! Immer wieder erleben wir die großen Augen, das Erstaunen, wenn unsere Kinder sie hören: "Gerade schuldige Menschen hat der Herr der Christen geliebt; gerade mit Zöllnern und verachteten Leuten hat er gegessen und getrunken; mit denen, die niemand mag, hat er Gemeinschaft haben wollen." Das kann schon wie ein Schild sein, der mich schützt, wenn ich das erzählt bekomme. Ich weiß dann doch: Bei Jesus finde ich immer einen, der mich aufnimmt, der mir die Hand reicht, der für mich eintritt, auch wenn ich Fehler gemacht, anderen wehgetan habe und auch, wenn ich ihm einmal weggelaufen war. Später wird es so einem Kind nicht schwer werden, den "Schild" des ganzen Christenglaubens aufzunehmen und damit die größte Hilfe, das Leben zu bestehen. "...und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes." Da ist jetzt alles zusammen, was so ein Kind - und ein Mensch überhaupt - braucht: Das Heil, das Wort Gottes. Manchmal meine ich, wir denken viel zu wenig an das, was hinter diesem Erdenleben steht und was nach dieser Zeit für uns kommt. Man kann es ja vielleicht verstehen: Da ist ein kleines Kind gerade erst geboren. Wir empfinden so viel Freude, soviel Dank! Wer mag da an "Heil" denken? Wer mag nach der Ewigkeit fragen? Das kleine Leben hat doch erst begonnen! Aber soviel darf man sich gewiß auch dann schon zumuten, daß man einmal denkt: So ein Leben ist kurz, arg kurz; wir merken das doch an unserem eigenen: Gestern noch selbst Kind, heute verantwortlich für die eigenen - und morgen schon sind sie erwachsen! Die Zeit eilt! Wie wichtig darum der Gedanke: Es gibt ein "Heil", wie es die Alten genannt haben. Es gibt einen Sinn, hinter allem Geschehen, das wir erleben und erleiden. Es gibt durch Jesus eine Zukunft - eine Ewigkeit hinter dem Morgen oder Übermorgen unseres Lebens. Und das Wesentlichste heute: Auch damit können wir unsere Kinder ausstatten! Schon ganz am Anfang der Spanne Zeit, die Gott ihnen schenkt: "Heil"... Dieses Heil wird aus der Erfahrung wachsen, die unsere Kinder mit uns machen, mit uns, die sie erziehen. Und es werden mit der Zeit eigene Erfahrungen sein, die alles bestätigen, was wir in sie hineingelegt haben: Die "Wahrheit", die ich Zuhause gelernt habe, ist mein Lebensprinzip geworden. Die "Gerechtigkeit", die meine Eltern mir gezeigt haben, reiche ich nun an andere weiter. Der "Friede", den ich im Elternhaus geatmet habe, wird nun weitergegeben und geteilt. Der "Glaube", dessen erste Bilder mir die Eltern in die Seele gelegt haben, strahlt aus und gibt anderen Hoffnung und Zuversicht. So geschieht "Heil". So hat ein Mensch Sinn und Fülle in seinen Tagen. So weiß einer, warum er lebt. So kann einer über diese Welt hinausblicken in die ewige Welt Gottes. Liebe Eltern, liebe Patinnen und Paten, liebe Großeltern und alle, denen Kinder zu erziehen anvertraut ist! Wie wichtig, daß wir unsere Kinder in Liebe darauf vorbereiten, daß sie einmal die Waffenrüstung Gottes anlegen können! Wie wichtig ist aber auch unser aller Beispiel, liebe Gemeinde! Wir können und sollen helfen, daß unser aller Kinder, Enkel und alle, die wir erziehen dürfen, die Waffen Gottes anziehen und so ein gutes Leben und das Heil gewinnen. Es geht um viel - um alles! 2. Predigt: Die gleiche Predigt zu einer Taufe! Liebe Gemeinde! Das sind Worte! Gewaltig, groß, wichtig - und ganz und gar unpassend bei der Taufe eines kleinen Kindes - meint man. Das sind ja nun in der Tat zwei Gedanken, die sich nicht reimen: "Waffenrüstung" und "ein kleiner Täufling". Oder vielleicht doch? Mich hat die Frage beschäftigt, wie kommt ein Mensch eigentlich dazu, sich mit alledem zu versehen, was hier mit der "Rüstung Gottes" gemeint ist? Wenn er etwa den "Schild des Glaubens" ergreift..., warum tut er das. Warum kann er das? Und warum kann es ein anderer nicht, ein Leben lang nicht? Spielt da nicht alles, was wir "Erziehung" nennen, eine entscheidende Rolle? Werden da nicht von den Eltern und Erziehern Weichen gestellt; im Bild gesprochen: Wird so ein kleiner Mensch nicht in seiner Kindheit und Jugend schon dazu vorbereitet, daß er einmal Gottes Waffen ergreift - oder aber verachtet? Ist da nicht doch eine deutliche Beziehung zwischen der Rüstung der Christen und unserem Taufkind? Sollen da nicht die Elternhäuser, die Paten, die Schulen, die Kirche und alle, die erziehen, gemeinsam versuchen, daß da am Ende ein Mensch herauskommt, der Gottes Waffenrüstung trägt? Ich glaube schon! "So steht nun fest an euren Lenden umgürtet mit Wahrheit..." Ob so ein kleiner Mensch "Wahrheit" nicht Zuhause lernen muß? Ob er das nicht schon sehr früh an seinen Eltern abliest, was das ist: wahrhaftig sein? Da kann so ein Kleines vielleicht noch nicht einmal laufen, da spürt es doch schon: Wenn meine Mama "Nein" sagt, dann ist das Nein! Und es ist besser, wenn ich mich daran halte, weil mir sonst Gefahr droht, weil ich mir sonst wehtue... Und es wird vielleicht auch schon empfinden können, wenn so ein "Nein" nicht ernstzunehmen ist, wenn es nur aus Bequemlichkeit gesprochen wird oder nur unüberlegt. So ein "Nein" kann der erste Schritt dazu sein, "sich mit der Wahrheit zu umgürten". Etwas später macht das Kind Erfahrungen mit dem "Ja". Wenn meine Eltern ja sagen, dann werden sie hinterher nicht umfallen. Ja heißt ja und versprochen ist versprochen. Jetzt hat so ein Kind das Vertrauen in zwei wichtige Wörter gelernt. Zwei entscheidenden Schritte sind schon getan; es wird einmal den "Gürtel der Wahrheit" anziehen; es wird wahrhaftig sein können, weil es Wahrhaftigkeit gezeigt bekommen hat. "...und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit...", heißt es weiter. Auch das fängt sehr früh an. Das kann ein Kind vielleicht noch nicht aussprechen - aber doch fühlen: Meine Mutter sieht, wenn ich mich anstrenge. Sie lobt mich, wenn mir etwas gelingt. Sie versteht, wenn etwas noch zu schwer ist; sie fordert nichts, was ich halt noch nicht kann. Und mein Vater hält es genauso: Das Lob ist bei ihm das Mittel, mich zu führen und zu erziehen. Und wenn wirklich einmal geschimpft wird, dann weiß ich, warum. Dann habe ich meine Grenzen überschritten, dann mußte der Tadel sein. Aber das bleibt immer die Ausnahme. Und die Eltern sind auch wieder gut, wenn einmal harte Worte nötig waren. - Jetzt wird dem Kind einmal der "Panzer der Gerechtigkeit" passen. "...an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens..." Ja, der Friede... Der ist wie die Atmosphäre eines Hauses, wie der gute Geist einer Familie. Eigentlich alles, was so ein Kind Zuhause erfährt, hat damit zu tun - oder es bereitet den Unfrieden vor. Wenn die Türen geschlagen werden, wenn immer der recht bekommt, der am lautesten schreit, wenn Konflikte nicht nur mit Worten ausgetragen werden, wenn es noch andere Mittel gibt, als die besseren Argumente... dann wird kein Friede in so ein kleines Herz einziehen können und der erwachsene Mensch wird den "Frieden" nie gelernt haben. Und gerade hier sehen wir auch die viel größeren Beziehungen, in denen wir stehen: Das weist doch weit hinaus über die Familie, über das Zuhause eines Kindes! Wie soll denn einer dem Frieden in der Gesellschaft und der Welt dienen können, der im Elternhaus schon keinen erlebt hat? - Welche Verantwortung haben wir Eltern und Erzieher! "Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens..." Was für ein schönes Bild für sich selbst: "Schild des Glaubens". Ich mußte an so ein noch kleines Kind denken, wenn wir es abends zu Bett bringen, wenn wir mit ihm beten, wenn es dabei wie von selbst begreift: Da gibt es eine Macht in dieser Welt, die ist viel größer als Papa und Mama, der befehlen mich meine Eltern an, der vertrauen sie, von der möchten sie für sich und für mich Segen und Geleit... Das ist doch wirklich wie ein Schild für das Kind, unter den es sich verkriechen kann, unter dem es geborgen ist und sich nicht ängstigen muß. Und dann erst die Geschichten von Jesus, wenn wir Große sie nicht in uns verschließen, sondern sie unseren Kindern oder Enkeln auch weitererzählen! Was geht von diesen guten Geschichten aus! Immer wieder erleben wir die großen Augen, das Erstaunen, wenn unsere Kinder sie hören: "Gerade schuldige Menschen hat der Herr der Christen geliebt; gerade mit Zöllnern und verachteten Leuten hat er gegessen und getrunken; mit denen, die niemand mag, hat er Gemeinschaft haben wollen." Das kann schon wie ein Schild sein, der mich schützt, wenn ich das erzählt bekomme. Ich weiß dann doch: Bei Jesus finde ich immer einen, der mich aufnimmt, der mir die Hand reicht, der für mich eintritt, auch wenn ich Fehler gemacht, anderen wehgetan habe und auch, wenn ich ihm einmal weggelaufen war. Später wird es so einem Kind nicht schwer werden, den "Schild" des ganzen Christenglaubens aufzunehmen und damit die größte Hilfe, das Leben zu bestehen. "...und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes." Da ist jetzt alles zusammen, was so ein Kind - und ein Mensch überhaupt - braucht: Das Heil, das Wort Gottes. Manchmal meine ich, wir denken viel zu wenig an das, was hinter diesem Erdenleben steht und was nach dieser Zeit für uns kommt. Man kann es ja vielleicht verstehen: Da ist jetzt zum Beispiel ein kleines Kind geboren. Wir empfinden so viel Freude, soviel Dank! Wer mag da an "Heil" denken? Wer mag nach der Ewigkeit fragen? Das kleine Leben hat doch erst begonnen! Aber soviel darf man sich doch schon zumuten, daß man auch einmal so denkt: So ein Leben ist kurz, arg kurz. Wir merken das doch an unserem eigenen Leben: Gestern noch selbst Kind, heute verantwortlich für die eigenen - und morgen schon werden sie erwachsen sein! Die Zeit eilt. An einem Tag wie diesem kann uns das besonders deutlich zum Bewußtsein kommen. Wie wichtig darum der Gedanke: Es gibt ein "Heil", wie es die Alten genannt haben. Es gibt einen Sinn, hinter allem Geschehen, das wir erleben und erleiden. Es gibt durch Jesus eine Zukunft - eine Ewigkeit hinter dem Übermorgen unseres Lebens. Und das Wesentlichste heute: Auch damit können wir unsere Kinder ausstatten! Schon - und gerade - ganz am Anfang der Spanne Zeit, die Gott ihnen schenkt: "Heil"... Dieses Heil wird aus der Erfahrung wachsen, die unsere Kinder mit uns machen, mit uns, die sie erziehen. Und das werden mit der Zeit eigene Erfahrungen sein, die alles bestätigen, was wir in sie hineingelegt haben: Die "Wahrheit", die ich Zuhause gelernt habe, ist mein Lebensprinzip geworden. Die "Gerechtigkeit", die meine Eltern mir gezeigt haben, reiche ich nun an andere weiter. Der "Friede", den ich im Elternhaus geatmet habe, wird nun weitergegeben und geteilt. Der "Glaube", dessen erste Bilder mir die Eltern in die Seele gelegt haben, strahlt aus und gibt anderen Hoffnung und Zuversicht. So geschieht "Heil". So hat ein Mensch Sinn und Fülle in seinen Tagen. So weiß einer, warum er lebt. So kann einer über diese Welt hinausblicken in die ewige Welt Gottes. Liebe Taufeltern, liebe Paten, das alles nimmt heute für Euch und Euer Kind seinen Anfang. Was für eine Stunde! Wie wichtig, daß Ihr Euer Kind vorbereitet darauf, daß es einmal die Waffenrüstung Gottes anlegen kann! Wie wichtig aber auch unser aller Vorbild, liebe Gemeinde! Wir alle können und sollen helfen, daß dieses Kind, daß unser aller Kinder und Enkel die Waffen Gottes anziehen. Es geht um viel - um alles! Die Predigten wurden gehalten bzw. geschrieben von Pfr. Manfred Günther, Lohgasse 11, 35325 Mücke/Groß-Eichen